Chronik der Gemeinde Dörfel

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Ein Gesuch um Genehmigung einer Kollekte zur Instandsetzung des Schulhauses zu Dörfel vom 14. Juli 1829

des Friedrich Wilhelm Kreisel, Erbrichter, Johann Gottlieb Graupner, Gerichten Schöppen, Christoph Wilhelm Eberlein, Gerichten Schöppen;
aus dem Aktenstück Abt. H Abschnitt 7 Nr. 3 im Staatsarchiv zu Dresden.

Hochgeborener Geheimer Rat
Hoch und Wohlgeborener Herr Vice Präsident
Gnädige Herren!
Magnifici Hochwürdige Wohlgeborne Hochgelehrte
Höchstzuverehrende Herren
Ew. Exelenz Hoch und Wohlgeboren Hochwürden
Magnificenzen und Wohlgeboren
bitten wir untertänigst folgendes in tiefster Submission vortragen zu dürfen.

Das hiesige Dorf ist in das benachbarte Dorf Hermannsdorf eingepfarrt und die Kinder aus demselben mußten in früheren Zeiten nach dem letzteren in die Schule gehen, was für den Schulbesuch sowohl als auch für die Schulkinder selbst und ihre Gesundheit die nachteiligsten Einwirkungen hatte und besonders im Winter bei tiefen Schnee oder strenger Kälte selbst lebensgefährlich für sie werden könnte.

Dieses bewog die hiesige Commune ein Schulhaus im Dorfe selbst zu erbauen und hiesigen Orts um die Gnade zu bitten, daß die Kinder der Einwohner zu Dörfel ganz aus der Schule zu Hermannsdorf ausgeschult werden möchten, was denn gnädigst gestattet wurde und der Bau des Schulhauses begann nun mit dem Jahre 1812 auf eigene Kosten der Commune. Noch vor dem Beginnen des Baues wurde durch die damalige uns vorgesetzten Kirchen- und Schulinspektoren, nämlich dem Superintendenten M. Bretschneider und dem Justizbeamten Kempe zu Grünhain am 24. August 1811 wegen der gedachten Ausschulung, Bestellung eines eigenen Schulmeisters ein Übereinkommen getroffen, welches auch von E. Hohen Oberkonsistorio d. 20. September 1811 gnädigst konfirmiert wurde.

Nun beliefen sich aber die Kosten des Schulbaues auf 1000 Thl. wozu von der hiesigen Commune gegen 400 Thl. an Holz und durch fröhnen usw. beigetragen hat, zur Bestreitung des übrigen aber, ein Kapital von 600 Thl. aufgenommen und verzinst werden mußten, wie solches die Anfuge subo dartut.


1 | 2 | 3

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü